Fuego del Norte Unterwegs

Toskana und Marken

Über den Lago Maggiore und das Piemont bis ans Mittelmeer.

Italien hat spannende Lost Places von verlassenen Dörfern und Gutshöfen bis zu alten Fabriken.

Das Knarren der Balken, die Bäume, die irgendwo gegen das Gebäude schlagen. Einfach mal stehen bleiben und den Moment genießen - auch das gehört für uns zum Lost Place dazu.

Unsere Italien Tour beginnt im Piemont mit der Olympiaschanze bei Turin. Die Anlage für die Olympischen Winterspiele 2006 wurde für über 34 Millionen Euro errichtet. Die Anlage wurde 2009 komplett stillgelegt und sich selbst überlassen. Heute rostet sie ein. Der Aufstieg war extrem steil und bei den verfallenen, teils überwucherten Stufen und Hängen ein echtes Workout. Dafür konnten wir den Ausblick über das Tal genießen.

Dieses Bild ist am Lago Maggiore entstanden - genau an derselben Stelle an der wir schon im Februar waren.

Februar 2026

September 2026

Ein kleiner Rundweg am Lago Maggiore
Lia erklimmt die Olympiaschanze :o)

In der Po-Ebene ist es wie in den Don-Camillo-Filmen. Landwirtschaft, endlose Felder und die typischen Pappeln an den Kanälen. Die Zeit scheint stillzustehen. Verlassene Höfe, Reisfelder und Stechmücken. Die gefluteten Felder sind das reinste Paradies für Stechmücken. Nach gefühlt 200 Stichen schon am ersten Tag versteht man, warum Don Camillo und Peppone in den Filmen manchmal so gereizt und streitlustig waren :o)

Auf den Spuren der Vergangenheit haben wir eine alte, dem Verfall überlassene Textilfabrik erkundet. Gleich hinter der verlassenen Textilfabrik standen wir plötzlich in einem Dickicht aus Bambus.

 

Eine verlassene Psychiatrie

Wir laufen durch uralte Gänge, in denen der Staub von Jahrhunderten liegt.

Eine unglaublich packende Atmosphäre herrschte in dieser ehemaligen psychiatrischen Anstalt. Versteckt hinter 4 Meter hohen Mauern gab es einiges zu entdecken und wir haben uns sehr gewundert, was man nach all den Jahren hier noch finden konnte. 

Wenn man die Geschichte dieser Einrichtung kennt, dann läuft es einem kalt den Rücken runter. In den dunklen Behandlungsräumen der verlassenen Psychiatrie standen noch immer die alten Elektroschockgeräte.

Zuerst war es ein Armenhaus. 1870 traf hier der erste Patient ein. 1600 Patienten lebten dort in riesigen Hallen oft bis zu ihrem Lebensende.

Wir wussten, dass es beklemmend werden würde. Doch was uns drinnen erwartete, war mehr als nur der bröckelnde Putz.

Stufen, die in die Dunkelheit führten. Flure, die sich endlos ziehen. Schwere Metalltüren.

Und doch - genau dieser Verfall macht sichtbar, was einst verborgen war. Ein Ort, den man nicht betritt, ohne etwas mitzunehmen.

Das Sanieren von Lost Places zerstört die Geschichte.

Zahnarzt in der Psychiatrie
Inmitten des verfallenen Behandlungszimmer stand ein Elektroschockgerät.

Von dieser wunderschönen Therme in der Toskana haben wir nur den hinteren Teil gesehen. Da sie durch Bewegungsmelder überwacht wird, waren wir leider nicht bei den Bädern. Schade.

Fasziniert hat uns, wie sehr sich die Natur den Ort schon zurückgeholt hat. Gerade draußen war es fast wie ein kleiner Urwald.

 

Ein echtes Naturhighlight ist das Wandern am im Val d´Elsa. Das türkisblaue Wasser und die wilde Natur sind einfach herrlich.

 

 

Pinienstrand in der Toskana

Goya platzt bald vor Energie

Lost Places direkt an der Autobahn. Wenn selbst die Raststätten zu Lost Places werden. Italien überrascht einfach immer.

Die Marken gelten oft als Geheimtipp, da sie die landschaftliche Vielfalt der Toskana bietet, aber deutlich weniger von Touristen überlaufen ist und von Massentourismus weitgehend unberührt geblieben ist. Eine wunderschöne und oft unterschätzte Ecke Italiens. Es hat hohe Berge und tiefe Schluchten.

Die Lame Rosse erinnert mit seinen rötlichen Felsformationen an den Grand Canyon. Ein tolles Wanderziel.

Wir starten mit unserer Wanderung am Fiastra-See (Lago di Fiastra). Die Wanderung war einmalig mit fantastischem Ausblick.

 

Badespaß an der Adria

Die Mädels haben den gemütlichen Teil des Abends eingeläutet.

Spaghetti essen ist ja toll, aber was bekommen wir?

Übernachtung unter Palmen

Ein italienischer Friedhof bei Nacht, auf dem die unzähligen Lichter der oberirdischen Grabkammern (Schiebegräber) durch elektronische Grablichter erhellt werden.

Goya teilt deutlich mit, was sie gerne möchte ;o)

Breaking News: Goya und Emila finden die Nachrichten zum Heulen ;o)

Die Tagesschau hat eine neue Intro-Melodie mit dem Duett-Ensemble Goya & Emilia. Mit dem Gong der Tagesschau wird kollektiv geheult ;o)

 

Emilia und Goya sind startklar 

Der Rückweg führt uns wieder durch die Po-Ebene. Im Oktober hat man deutlich mehr Ruhe vor den Stechmücken als im September oder im Frühjahr.

Was das Preisniveau der Campingplätze betrifft, liegt Italien direkt hinter Kroatien. Kroatien hat Italien inzwischen überholt und gilt laut ADAC als das teuerste Campingland in ganz Europa. Wie wir erfahren haben, bezahlt man mit einem kroatischen Pass auf kroatischen Campingplätzen teilweise nur die Hälfte. Für Kroaten, für die das Lohnniveau deutlich niedriger ist als in Deutschland sind die Preise für einen Stellplatz genauso unbezahlbar. Die kleinen Campingplätze, besonders an den Küsten, gibt es fast nicht mehr und man bezahlt den ganzen „Rummel“ und die Animation mit.

Eine kurze Abschlusstour oberhalb Verona.

Lost Place Specials von unserer Italien Reise demnächst auf Youtube.